Anerkennung für beeindruckende Innovationsleistungen: Christian Wulff gratulierte der Rauschelbach Zahntechnik GmbH aus Pinneberg zum Sprung in die TOP 100. Die Preisverleihung im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summit fand am Freitag, 26. Juni 2026, in Heidelberg für alle Mittelständler statt, die am Jahresanfang mit dem TOP 100-Siegel ausgezeichnet worden sind. Der frühere Bundespräsident und Ministerpräsident begleitet den zum 33. Mal ausgetragenen Innovationswettbewerb als Mentor.
In dem wissenschaftlichen Auswahlverfahren überzeugte Rauschelbach Zahntechnik in der Größenklasse A (bis 50 Mitarbeiter
in Deutschland) besonders in der Kategorie Innovationsförderndes Top-Management. In dem anlässlich der Auszeichnung veröffentlichten TOP 100-Unternehmensporträt heißt es:
Inlays, Teilkronen, Implantat-Prothetik, Vollprothesen: Die Rauschelbach Zahntechnik GmbH bietet ein breites Spektrum an Zahnersatzleistungen. Das Dentallabor in Pinneberg in Schleswig-Holstein hat sich auf die Bearbeitung, Herstellung und den Vertrieb zahntechnischer Erzeugnisse spezialisiert. Seit Mitte der 1990er Jahre wird das Unternehmen von Zahntechnikermeister Frank Rauschelbach geführt. Ästhetik, Funktion und ein hoher Qualitätsanspruch prägen von Beginn an das Selbstverständnis des Labors. Seit 2020 ist der Mittelständler Teil der DELABO Gruppe, einem bundesweiten Zusammenschluss von Dentallaboren in Deutschland. Mit dem Schritt in diesen Verbund schuf Geschäftsführer Frank Rauschelbach die Grundlage für teure Investitionen. Sein Labor verfügt mittlerweile über acht 3D-Drucker, von denen besonders zwei sehr präzise und wartungsfrei drucken. Auch eine neue Fräsanlage wurde angeschafft. Nach einem Umzug in neue Räume konnte zudem die Laborfläche von 300 auf 850 Quadratmeter ausgebaut werden.
„All das wäre nicht möglich gewesen ohne einen finanzstarken Partner an der Seite“, sagt Rauschelbach. „Diese Partnerschaft ermöglicht es zudem, bei Auftragsspitzen weitere Labore aus der Gruppe mit einzubeziehen.“
Spezialisierung auf Sofortversorgungen
Der Zahntechnikermeister beobachtet zunehmend, dass Praxen sich eigene Fräsmaschinen und 3D-Drucker zulegen und kleinere Arbeiten mittlerweile selbst anfertigen. Als Reaktion hat sich der Geschäftsführer im Bereich „All on 4“ beziehungsweise „All on 6“ weitergebildet. Das Versorgungskozept erfordert ein hohes Maß an Know-how und digitaler Fertigkeit. „Wir sehen, dass diese Konzepte auch in Deutschland immer mehr an Interesse gewinnen“, sagt Rauschelbach.
Schulungen für die Mitarbeiter
Im Alltag arbeitet Rauschelbach daran, in den Abteilungen einen gemeinsamen Wissensstand aufzubauen. Er organisiert regelmäßige Schulungen und Fortbildungen für seine Mitarbeiter. In der Produktion liegt der Fokus darauf, Prozesse weiter zu digitalisieren und zu automatisieren, um die Restaurationen anschließend manuell fertigzustellen. Bei größeren, ästhetisch sensiblen Fällen werden Prototypen gedruckt, die Zahnarzt, Patient und Zahntechniker gemeinsam im Mund prüfen und anpassen können, bevor die endgültige Versorgung entsteht.
TOP 100: der Wettbewerb
Seit 1993 vergibt compamedia das TOP 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke. Franke ist Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mit 27 Forschungspreisen und über 200 Veröffentlichungen gehört er international zu den führenden Innovationsforschern. Mentor von TOP 100 ist der frühere Bundespräsident und Ministerpräsident Christian Wulff. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der Mittelstandsverband BVMW. Das Magazin manager magazin begleitet den Unternehmensvergleich als Medienpartner, das Magazin „ZEIT für Unternehmer“ als Kooperationspartner.
Foto: KD Busch / compamedia


