Das weiße Gold: AG Keramik prämiert Studien

Das weiße Gold: AG Keramik prämiert Studien

Das traditionelle Keramiksymposium der Arbeitsgemeinschaft für Keramik in der Zahnheilkunde e.V. fand als Pre-Congress zur ADT-Jahrestagung in Nürtingen statt. Auszeichnungen bekamen Forschungsprojekte aus den Universitäten Köln, Marburg und Regensburg. Die prämierten Videos stammen von Teams der Universitäten Aachen, Mainz und Kiel.

ZTM Hans-Jürgen Stecher, Professor Dr. Daniel Edelhoff, PD Dr. Maximiliane Schlenz und Dr. Bernd Reiss (auf unserem Foto von links) vermittelten Updates und Tipps zum Zusammenspiel von Zahnmedizin und Zahntechnik. Im Anschluss präsentierten die Gewinner der Forschungs- und Videopreise ihre Projekte. Die Jury bewertete die drei besten Bewerbungen für den Forschungspreis als vergleichbar hochwertig, so dass die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung gedrittelt wurde.

Welche Auswirkungen hat der Reinigungsprozess auf 3D-gedrucktes Zirkoniumdioxid?

Liebermann A, Schultheis A, Faber F, Rammelsberg P, Rues S, Schwindling FS. Impact of post printing cleaning methods on geometry, transmission, roughness parameters, and flexural strength of 3D-printed zirconia.

In einer gemeinsam mit Teams aus Köln, Heidelberg und Innsbruck realisierten Studie untersuchte Zahnärztin Alina Schultheis die Auswirkungen 5 verschiedener Reinigungsmethoden auf die Geometrie, Transmission, Rauheit und Biegefestigkeit nach dem 3D-Druck von Zirkoniumdioxid. Dabei schnitt eine Kombination aus Airbrush und kurzem Ultraschallbad am besten ab.

Mit oder ohne selektive Schmelzätzung bei der selbstadhäsiven Befestigung von Teilkeramik-Kronen?

Julia L. Pfister, Marianne Federlin, Karl-Anton Hiller, Gottfried Schmalz, Wolfgang Buchalla, Fabian Cieplik, Konstantin J. Scholz. Randomized clinical split-mouth study on partial ceramic crowns luted with a self-adhesive resin cement with or without selective enamel etching: long-term results after 15 years.

Die Zahnärzte Julia Pfister und Dr. Konstantin Scholz vom Universitätsklinikum Regensburg erhielten den AGK-Forschungspreis für das Follow-up einer randomisierten klinischen Split-Mouth-Studie, mit der 15-Jahresergebnisse vorgelegt werden konnten. Für die Teilkeramikkronen im Seitenzahnbereich kann aufgrund der höheren Überlebensrate eine selektive Schmelzätzung empfohlen werden. Aus klinischer Sicht ist die altersbedingte Verschlechterung in beiden Gruppen jedoch ähnlich.

Wie wirken sich unterminierte Schmelzareale auf die Randqualität von Keramikteilkronen aus?

Roland Frankenberger, Katharina Friedrich, Marie-Christine Dudek, Julia Winter, Matthias J. Roggendorf: „Einfluss approximal-zervikal unterminierter Schmelzareale auf Randqualität und Schmelzintegrität bei Labor- und CAD/CAM-Keramikinlays und -teilkronen“

Bei dieser in-vitro Studie unter Federführung von Prof. Dr. Roland Frankenberger mit Teams aus Gießen und Marburg wurden extrahierte Weisheitszähne mit Keramik-Teilkronen oder -Inlays versorgt. Mittels einer zervikalen Dentinrille wurde eine tiefe Kariesexkavation simuliert, die entweder belassen, mit Komposit gefüllt oder komplett entfernt wurde. Die Randqualität war dort am besten, wo der unterminierte Schmelz erhalten und der fehlende Dentinbereich mit einer adhäsiven Aufbaufüllung ausgeglichen worden war.

Videopreise 2023 für Mainz, Kiel und Aachen.   

Den ersten und zweiten Videopreis der AG Keramik teilten sich zwei Teams aus den Universitäten Mainz und Kiel. Dr. Christine Yazigi (Kiel) überzeugte die Jury mit ihrem Beitrag zu einer minimalinvasiven ästhetischen und funktionellen Korrektur einer einflügeligen Klebebrücke. Zahnarzt Moataz Bayadse (Mainz) stellte die okklusale Rehabilitation eines Oberkiefers mittels einer keramischen Kronenversorgung vor. Den 3. Platz belegte Dr. Lukas Waltenberger (Aachen) mit seinem Film zum Safety Crown Konzept.

 

www.ag-keramik.de