Die Magie des inzisalen Drittels

rückwall

Die folgende Patientengeschichte aus den frühen Da Vinci-Jahren des Autors wurde so vollständig noch nie veröffentlicht – dabei ist die Arbeit aktueller denn je!

„Den Ausspruch, das Leben wird vorwärts gelebt, aber rückblickend verstanden‘ verstehe ich mit zunehmender Lebenserfahrung besser“, sagt Achim Ludwig.

Eine Sekundärversorgung der zentralen Inzisiven bedeutet auch ein Fehlen des natürlichen inzisalen Drittels, so dass die Orientierung nur an den übrigen natürlichen Zähnen möglich ist. Die Grundfarbe war A2, den inneren Aufbau des inzisalen Drittels konnte ich aus der UK-Front ableiten. Da ich aufgrund meiner „Diät“ nur mit den besagten drei Massen arbeiten wollte, kam es auf eine hochpräzise Abstimmung der Schichtung an. Der aus dem Wax-up resultierende Rückwall garantierte diese Präzision und es war nebenbei die Geburtsstunde der Basis des majesthetischen Schichtungsschemas. Die Herausforderung dieser Schichtung war also tatsächlich ohne meine geliebten Effektmassen wie Make in, Ti 1-5, Ht 53/54, Sio 03-06, individuelle Mischungen mit In Nova et cetera auszukommen, was bedeutete, konzentrierter und präziser mit dem Gegebenen umzugehen.

Tatsächlich war ich war kurz davor, meine „Diät“ hinzuschmeißen, doch der bevorstehende Kurs verlieh mir regelrecht Flügel, und es wartete eine beeindruckende Erfahrung auf mich.

Ich begann mit 21 unter ausschließlicher Konzentration auf diesen einen Zahn. Die Dentinschichtung erfolgte mit einem Schwung in den Rückwall, dabei achtete ich auf eine kegelförmige Ausformung und ein recht starkes Verdichten mit Klopfen und Föhnen. Das ist für den nächsten Schritt von großer Bedeutung, denn die Masse muss stabil sein, um nach dem Entfernen des Rückwalls ein schadenfreies Zurückschneiden und Auszipfeln des oberen Dentinkörpers zu ermöglichen.

Die ganze Geschichte gibt’s in das dental labor 4-2024.

 

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Titelbild: ©-Kadmy-AdobeStockphoto.